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| Architektonischer
Eskapismus? René von Schöfers
Entwurf für die Heilig-Geist-Kirche in Aachen |
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Für die konservativen Architekten der
Weimarer Republik war der Sakralbau sozusagen
die Königsdisziplin der Baukunst. Wie drückte
sich die zeitgenössische Sehnsucht nach einer
starken Führung in der Architektur aus? Unter
Berücksichtigung der realisierten und unter
Denkmalschutz stehenden Heilig-Geist-Kirche in
Aachen wird konservative Architekturauffassung
am Beispiel des Wettbewerbsbeitrags von René von
Schöfer aus dem Jahr 1928 veranschaulicht.
Irrationales Moment und neue Baukunst
Nachdem um die Jahrhundertwende die
Reform-Architekten die Abkehr vom Historismus
eingeleitet hatten, begaben sich die Architekten
der um die Jahrhundertwerde geborenen Generation
auf die Suche nach zeitgemäßen Bauformen, als
sie die Sinnkrise nach dem Sturz des
Kaiserreiches zu überwinden suchten. Ein Weg war
die Befreiung der Baukörper vom als unehrlich
empfundenen Fassadenschmuck der Gründerzeit. Die
Architekten suchten nach zu allen Zeiten
gültigen Prinzipien und Formen der Baukunst.
Aber wahre Baukunst hätte, in den Augen der
konservativen Architekten, nicht allein aus
rationalen Erwägungen, sondern erst durch ein
irrationales Moment entstehen können, welches
auch das Gemüt des Rezipienten ansprach und
Ausdruck der Gesellschaft sein sollte, aus der
die Baukunst hervor ging. Viele konservative
Architekten wie René von Schöfer...
(Ganzer Artikel in:
Denkmalpflege im Rheinland, Ausgabe 2/2017,
Essen 2017, S. 70-77) |
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